Informationen über Land und Leute
 

Die Menschen

Bevölkerung

Die ersten Bewohner Grenadas waren die Arawaken, die im 14. Jahrhundert vom kriegerischen Volk der Kariben verdrängt wurden. 1650 kaufte die französische Regierung von Martinique Grenada einer französischen Gesellschaft ab, die dieses einst von den Kariben erhalten hatte.
1762 nahmen britische Truppen die Insel ein, und abgesehen von einer kurzen französischen Besetzung (1779-1783) blieb Grenada bis 1974, als es seine Unabhängigkeit erlangte, eine britische Kolonie.

Die meisten Einwohner Grenadas stammen von Afrikanern ab, die als Sklaven von den Briten und Franzosen auf die Inseln gebracht wurden, um als Arbeitskräfte auf ihren Zuckerrohrplantagen zu dienen. 1833 beendeten die Briten die Sklaverei.

Die Asiaten auf Grenada sind Nachkommen jener Menschen, die sich nach Abschaffung der Sklaverei für die Arbeit auf den Plantagen unter Vertrag nehmen ließen. Viele gingen Mischehen mit Afrikanern ein, in denen die Gruppe der so genannten Duglas ihren Ursprung hat.

Die Mehrheit der Einwohner lebt auf der Insel Grenada, der überwie gende Rest auf Carriacou Island. Auch auf Petite Martinique, einer weiteren kleinen Insel, wohnen einige hundert Menschen. Saint George’s ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt. Der Großteil der Bevölkerung lebt allerdings in kleinen Dörfern.

Sprache

Englisch ist die Amtssprache, die im Bildungswesen, in den Regierungsbehörden, der Wirtschaft und den Medien Verwendung findet. Das auf Grenada gesprochene Englisch weist aber in Redewendungen und Rechtschreibung einige Unterschiede zum Standard-Englisch auf. Z. B. bedeutet
"now for now" das gleiche wie "urgent" (dringend) und "one time" ersetzt das offizielle "at the same time" (gleichzeitig). Ein Autounfall wird an Stelle von "car accident" als "bounce" bezeichnet.

Die Alltagssprache bildet ein französisch-englisch-afrikanischer
Dialekt. Die auf Grenada gesprochene Mundart weist im Vergleich zu denen der anderen Inseln - Carriacou Island und Petite Martinique - erhebliche Abweichungen auf. Die Zeitform der Vergangenheit oder es Futurs gibt es nicht. Stattdessen werden die Zeiten durch Beugung der Verben oder Körpergesten zum Ausdruck gebracht. In gewissem Maße ist auch ein Einfluss der Rastafaris zu beobachten. Ihnen verdankt die Sprache solche Ausdrücke wie Irie (englisch Everything is cool: Alles
ist prima) und das zustimmende "Yes I" (Ja). Kinder sind angehalten, in der Öffentlichkeit Standard-Englisch zu sprechen, und die Bewohner Grenadas mögen es in der Regel nicht, wenn Fremde bei einer Unterhaltung den Dialekt benutzen.

Das gesprochene Englisch enthält jedoch Elemente, die aus der Mundart übernommen worden sind, z. B. Redewendungen wie "Don't mamaguy me" (englisch Don't flatter me: Hör auf, mir zu schmeicheln).

Religion

Ungefähr drei Fünftel der Bevölkerung sind Anhänger der römisch-katholischen Kirche und etwas mehr als ein Drittel gehört den protestantischen Religionen an (hauptsächlich Anglikaner). Der Rest bekennt sich zum Christentum, dem Islam oder zu den Lehren der Rastafaris.

Die christlichen Gottesdienste finden im Allgemeinen sonntags morgens statt. Daneben gibt es aber auch Gebetsstunden zu verschiedenen Zeiten während der Woche. Schulkinder beginnen und beenden den Unterrichtstag mit einem Gebet.

Für die so genannten "Rastas" gilt Haile Selassie I. (Kaiser von
Äthiopien von 1930 bis 1974) als "der lebende Gott" und Cannabis als geheiligte Kräuterpflanze. Sie vertreten die Auffassung, jedermann solle sein Haar lang und in Rastalocken tragen und alle Afrikaner der Karibik sollten letzten Endes nach Äthiopien, dem gelobten Land, zurückkehren.

 

Sitten und Gebräuche

Familienstruktur

Paare leben oft schon vor der Heirat oder ganz ohne eine Eheschließung zusammen. Findet aber eine Hochzeit statt, wird diese als großes Fest ausgerichtet, an dem das ganze Dorf teilnimmt.

Die Großfamilie steht im Mittelpunkt der Gesellschaft Grenadas, und in einem einzigen Haushalt leben häufig Eltern, Kinder, Großeltern und Cousins zusammen. Auch erwachsene Kinder können noch im Hause bleiben.
Die Familienmitglieder kümmern sich umeinander und teilen sowohl die finanziellen Mittel als auch die Arbeit. Da die meisten der Kinder unehelich geboren werden und die Männer es nicht als ihre Aufgabe ansehen, sie groß zu ziehen, übernehmen dies in der Regel die Mütter, Tanten, Großeltern und Cousinen. Die Frauen erledigen die Arbeiten im Haushalt und die Männer sorgen für den Lebensunterhalt.

Mittlerweile gehen aber auch immer mehr Frauen einer Berufstätigkeit nach. In den wohlhabenderen und urbanen Haushalten lässt sich eine Tendenz zur Kernfamilie feststellen.

Die typischen Baumaterialien für Häuser sind Holz oder Schlackeblöcke. Die meisten sind an das Elektrizitäts- und Wasserleitungsnetz (außer auf Carriacou Island und Petite Martinique, die diesbezüglich einen erheblichen Mangel aufweisen) angeschlossen. Sie bestehen  durchschnitt-
lich aus ein bis drei Räumen. In ländlichen Regionen sind die Häuser in der Regel mit einem separaten Küchengebäude ausgestattet, in dem die Mahlzeiten in Töpfen über einem offenen Kohlefeuer zubereitet werden.

Die Einwohner Grenadas pflegen ihre Gärten und Häuser mit unverkennbarem Stolz. Sie tünchen die Häuser in leuchtenden Farben und geben ihnen sogar Namen (wie Hideaway, De Fort, Fair Winds). Auf dem Lande hält man im Garten gewöhnlich verschiedene Haustiere wie Schafe, Ziegen oder Hühner und einen Hund. Auf ihrem Weg zur Schule treiben die Kinder
Schafe oder Ziegen auf eine Weide und bringen sie auf dem Heimweg wieder mit nach Hause.

Essen und Trinken

Zu den Hauptnahrungsmitteln gehören Mehlbananen (Kochbananen), Mais, Reis, Brotfrüchte und Hülsenfrüchte. Die wichtigsten Gemüsesorten sind Zwiebeln, grüne Pfefferschoten, Callaloo (eine grüne Blattpflanze, die dem Spinat ähnelt), Tomaten und Mohrrüben. Die verbreitetsten Fleischsorten sind Hühner-, Hammel-, Ziegen-, Schweine- und Rindfleisch sowie
Fisch. Auch manicou (eine Art Opossum) und Leguane werden gern gegessen.

Eine vielfältige Bereicherung des Speiseplans liefert das Meer:
Rifffische (Barracudas und Papageienfische), Haie, Schnappbarsche, Meeresschildkröten, Thunfisch, Hummer und lambi (Muscheln), Lachs und Sardinen. Viele Hauptnahrungsmittel müssen importiert werden, darunter
Milchpulver, Gemüse- und Fleischkonserven, gesalzenes Schweinefleisch und Fisch, Reis, Käse, Kaffee und Tee.

Zu den einheimischen Obstsorten zählen Bananen, Mangos, Pampelmusen, Kokosnüsse, Guaven und Pawpaws (Papayas). Guaven isst man entweder frisch, als Kompott oder Gelee oder als Guavenkäse (ein Konfekt).
Zu einer typischen Tagesmahlzeit gehören Reis und Kichererbsen oder wilde Erbsen, Gemüse und geschmortes Fleisch. Daneben sind Suppen, Sülzen, Fischbrühen, auf dem Grill zubereitetes Fleisch und andere geschmorte Gerichte üblich. Scharfe Pfeffersoßen, Curry und eine Vielzahl anderer Gerichte sind für die Küche Grenadas charakteristisch.

Das Nationalgericht heißt "oil down", ein Eintopf aus Callaloo,
Brotfrüchten, Fleisch oder gesalzenem Fisch und Kokosnussöl. Roti (mit Curry gewürztes Fleisch und Gemüse, die in ein flaches Brot eingewickelt werden) und Dahl (mit Curry gewürzte Kichererbsen) sind ebenfalls beliebte Speisen.

Die Tagesgerichte bestehen aus einem Frühstück, dem Mittagessen als Hauptmahlzeit und dem Abendbrot, das man bei Einbruch der Dunkelheit zu sich nimmt - in der Regel nur eine Kleinigkeit wie Brot und Käse.
In den Familien ist es üblich, sofern möglich, das Mittagessen
gemeinsam einzunehmen. Meist wird aus einer Schüssel mit einem Löffel gegessen. In den wohlhabenderen Familien werden auch Gabeln und Messer verwendet. Zum Frühstück trinkt man Kaffee und nachmittags Tee. Zum Mittagessen oder Abendbrot sind allerdings Fruchtsäfte oder Wasser die bevorzugten Getränke.

Umgangsformen

Auf Grenada begrüßt man sich in der Regel mit Händeschütteln. Freunde nicken einander zu oder klopfen sich gegenseitig mit der geschlossenen Faust leicht auf die Brust. In offiziellen Begrüßungen oder unter Fremden sagt man "Good morning" (Guten Morgen), "Good afternoon" (Guten Tag) oder "Good night" (Guten Abend), gefolgt von einem "Mr." (Herr),
"Miss" (Fräulein) oder "Mistress" (Frau - für verheiratete Frauen).
Damen der höheren Gesellschaftsschichten werden mit "Madam" angesprochen. Jeder Anrede folgt der Familienname der jeweiligen Person.
Falls die Gesprächspartner einander kennen, ist es auch möglich, den Titel mit dem Vornamen zu kombinieren.

Auf dem Lande grüßen sich Freunde und Bekannte im Allgemeinen mit Sätzen wie W'happen dey? (englisch What's happening?: Was gibt's Neues?) oder Hows tings? (englisch How are things?: Wie stehen die Dinge?). Die typische Antwort lautet Ah dey (englisch I'm all right: Mir geht's gut) oder "Just cool" (englisch: Everything is fine) im Sinne von "Alles ok".
Freunde sprechen sich in Grenada mit den "Rufnamen" an.

Es gilt als äusserst unhöflich, auf der Straße einem Freund zu begegnen, ohne wenigstens zu nicken oder "Hallo" zu sagen. Läuft man an dem Haus von Freunden oder Verwandten vorbei, wird laut der Name gerufen, und wenn es die Zeit erlaubt, bleibt man auf eine kurze Unterhaltung stehen.

Zum Abschied kann man unter Freunden oft ein "Later!" (Bis später) oder "We go see" ("Man sieht sich") hören. Der offizielle Abschiedsgruß lautet "Until we meet again" (Bis zum nächsten Mal).

In ländlichen Gebieten treffen sich die Männer häufig zum geselligen Beisammensein in Rumshops - kleinen Bars, in denen man essen kann und Domino, Karten oder etwas Ähnliches wie Dame spielt. Im Gegensatz zu den Männern treffen sich Frauen seltener abends, außer in der Familie.

Sie gehen gemeinsam in die Kirche, besuchen Veranstaltungen, die von den Gemeinden organisiert werden oder gehen tagsüber bei Freunden vorbei. Junge Leute verabreden sich zum Tanzen. Besonders beliebt sind die blockos, die Straßentänze.

Für die Einwohner Grenadas gehört es zum Alltag, auf der Straße für eine kurze Unterhaltung stehen zu bleiben oder andere zu Hause zu besuchen. Diese unangemeldeten Besuche oder andere gesellige Anlässe finden in der Regel nachmittags nach 16.30 Uhr oder am frühen Abend statt. Man sitzt auf der Veranda zusammen oder geht gemeinsam mit Freunden zu Sportveranstaltungen. Bietet der Gastgeber seinen Besuchern
Erfrischungen an, gilt es als unhöflich, diese abzulehnen.

Die Menschen auf Grenada haben einen ausgeprägten Gemeinschaftssinn.
Man trifft sich häufig, um Arbeitsprojekte gemeinsam zu Ende zu führen, eine gemeinsame Mahlzeit einzunehmen oder einfach im Rahmen einer Party Spass zu haben. Diese vielseitigen Bemühungen um ein kooperatives Miteinander nennt man maroon.

Freizeit

Die Menschen Grenadas haben eine wahre Leidenschaft für Kricket entwickelt und verfolgen interessiert die Erfolge städtischer oder regionaler Teams - besonders die des West Indies Teams, zu dem auch oft Spieler aus Grenada gehören. Vor allem die internationalen Vergleichswettkämpfe weisen sehr hohe Zuschauerzahlen auf. Jede Stadt verfügt über ihre eigene Kricket- oder Fußballmannschaft, in denen die Jungen schon als kleine Kinder mit dem Training beginnen.
In den Städten gewinnt Basketball zunehmend an Popularität.
Mädchen spielen Volleyball.

Die beliebtesten Freizeitaktivitäten der Männer und Jungen sind
Angeln, Tauchen und Segeln. Auf den jährlich stattfindenden Regatten dieser Region werden dann die Besten ermittelt.

Musik ist in allen Altersklassen beliebt. Die bekanntesten Richtungen sind Calypso, Soca, Reggae, Raggamuffin (eine Mischung aus afrikanisch-karibischem Rap und Reggae mit obszönen, lockeren Liedtexten), Dub (Straßenlieder im Raprhythmus, die von Discjockeys zusammengestellt
werden) und Steel-drum-Musik. Auch westliche Popmusik wird gern gehört, besonders die langsameren, romantischen Titel. Viele der Einheimischen können ein Instrument spielen. Dies sind vor allem Gitarre, Geige, Ukulele (häufig auch Tenorbanjo genannt) oder Schlagzeug.

Feiertage

Neujahr wird auf Grenada am 1. Januar gefeiert. Der Tag der Unabhängigkeit am 7. Februar erinnert an die Erlangung der Unabhängigkeit Grenadas von Großbritannien im Jahr 1974. Der 13. März ist der Nationalfeiertag. In den drei Tagen vor Beginn der Fastenzeit findet der Karneval von Carriacou Island statt. Dieses Fest beinhaltet unter anderem sehr ungewöhnliche Darbietungen. Die so genannten Pierrots tragen für ihren Auftritt wattierte Kostüme. Sie rezitieren vor den Zuschauern Shakespeare, und diejenigen, deren Vortrag nicht korrekt
ist, werden mit einer Rindlederpeitsche geschlagen. Die Wattierung soll vor einer ernsthaften Verletzung schützen.

Das Osterfest dauert von Karfreitag bis Ostermontag. Am Pfingstsonntag (50 Tage nach Ostern) feiert man die Entstehung der christlichen Kirche, und der Tag darauf, Pfingstmontag, ist ein gesetzlicher Feiertag.
Fronleichnam (lateinisch Corpus Christi: der Leib Christi) wird manchmal im Mai oder auch im Juni begangen. Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit.

Der erste Montag im August (Tag der Befreiung) erinnert an das Ende der Sklaverei. Auf Grenada wird der Karneval im August veranstaltet.
Die Feierlichkeiten, deren Mittelpunkt Saint George's bildet, beinhalten Straßenpartys, Paraden, einen Festumzug sowie die musikalische Begleitung von Steel- und Calypsobands und dauern von Sonntag bis Dienstag abend. Der Montag (Karnevalsmontag) ist ebenfalls ein gesetzlicher Feiertag.

Für das Erntedankfest am 25. Oktober sind offizielle Zeremonien
charakteristisch, obwohl gerade dieses Fest in ländlichen Gegenden so gut wie gar nicht gefeiert wird. Am 25. Dezember ist Weihnachten.
In diesen Tagen besucht man Verwandte oder enge Freunde, und in jedem Haus erhalten die Gäste etwas zu essen und zu trinken (Bier, Rum, Whiskey, schwarzer Wein und Sauerampfer - ein rotes, mit Nelken gewürztes Getränk, das aus der Blüte des Sauerampferbusches gewonnen wird).

Zusätzlich zu den oben genannten Feiertagen stattet jede Pfarrgemeinde ein Fest zu Ehren des Heiligen aus, nach dem sie benannt ist.
Außerdem gibt es in den verschiedenen Dörfern und Städten noch Gemeindefeiern, darunter z. B. Fisherman's Geburtstag (Saint Peter's Day) in Gouyave und Windward, das Regenbogenfestival im August in Grenville und die Augustregatta sowie das Parangfestival im Dezember
auf Carriacou Island (eine Art Wettstreit für Volksmusik).

 

Das Land

Regierung

Grenada ist eine parlamentarische Demokratie und Mitglied des Commonwealth. Ein Generalgouverneur repräsentiert die britische Monarchin, die als Staatsoberhaupt anerkannt wird. Der Premierminister ist Regierungschef und in der Regel auch der Vorsitzende der Mehrheitspartei im Repräsentantenhaus. Grenadas Parlament setzt sich aus dem Repräsentantenhaus mit 15 Mitgliedern und einem Senat zusammen, dessen 13 Mitglieder ernannt werden. Das Wahlalter ist 18.

Zeitgeschichte

Die demokratische Politik wurde im März 1979 für kurze Zeit ausgesetzt, als die NJM (Marxist New Jewel Movement) in einem unblutigen Putsch die Macht übernahm. Das zunehmend repressive NJM-Regime splittete sich später unter dem politischen und ökonomischen Druck von außen auf.
Bei einem zweiten Putsch am 21. Oktober 1983 wurden der Vorsitzende der NJM, Maurice Bishop, und mehr als 60 seiner Anhänger von einer Splittergruppe unter der Führung von Robert Coard ermordet.
Anschließend verhängte Coard eine 24-stündige ausgangssperre. Vier Tage später besetzte die 82. US-Luftlandedivision mit Unterstützung von Streitkräften, die aus anderen karibischen Staaten zusammengezogen wurden, die Insel.

Wirtschaft

Der Tourismus und der Agrarsektor bilden die Eckpfeiler der Wirtschaft Grenadas. Das Land ist der zweitgrößte Produzent von Muskatnüssen nach Indonesien (etwa drei Viertel der Weltgesamtproduktion). Zu Beginn der neunziger Jahre, nach Abschluss des Minimalpreisabkommens mit Indonesien,
fielen die Weltmarktpreise, und Grenada hatte diesbezüglich mit schweren Verlusten zu kämpfen. Weitere Exportprodukte sind Kakaobohnen, Bananen, Kokosnüsse und anderes Obst und Gemüse. In der Landwirtschaft sind etwa 40 Prozent der arbeitenden Bevölkerung beschäftigt, die meisten von
ihnen auf kleinen, privaten Parzellen.
Der Tourismus spielt in und um Saint George's eine bedeutende Rolle. Zwischen 1983 und 1993 stieg die Zahl der Besucher kontinuierlich pro Jahr um zehn Prozent an, verzeichnete in den letzten Jahren allerdings wieder einen leichten Rückgang. Die Anzahl der Kreuzfahrtschiffe, die Grenada anlaufen, hat sich seit 1984 mehr als versechsfacht.
Ein zusätzliches Einkommen erzielt das Land über die Gelder, die Einwohner, die im Ausland arbeiten, nach Grenada überweisen. Industriebetriebe sind hier nur wenige angesiedelt. Sie produzieren vor allem in den Bereichen Nahrungsmittel- und Getränkeherstellung, Tabakverarbeitung sowie Bekleidungs- und Möbelproduktion.

Die Landeswährung ist der Ostkaribische Dollar. Die meisten der Einwohner müssen hart arbeiten, um den notwendigsten Lebensunterhalt für ihre Familien verdienen zu können. Grenada ist Mitglied der Karibischen Gemeinschaft und des Karibischen Gemeinsamen Marktes (CARICOM).

Verkehr und Kommunikation

Fluglinien und regelmäßig verkehrende kleinere Schiffe garantieren gute Verbindungen zwischen den Inseln zu günstigen Preisen. Durch den neuen Flughafen in Saint George’s ist auch die Zahl der Touristen angestiegen. Die wichtigsten Städte und Dörfer sind über befestigte Straßen zu erreichen. Obwohl ein öffentlicher Busverkehr existiert, sind die meisten der Menschen auf die Kleintransporter angewiesen, die die Dienstleistung eines öffentlichen Transportsystems bieten.
Diese Kleintransporter halten in der Nähe der Marktplätze und fahren ab, wenn sie voll sind. Auf dem Weg zu ihrem Zielort können die Passagiere dann nach Belieben zu- oder aussteigen. Außerdem gibt es private Taxis. Reisegruppen können sich zu besonderen Anlässen einen der so genannten Plankenbusse mieten, einen zu einem Bus umgebauten Lastwagen mit einem Dach aus Segeltuch und hölzernen Seitenwänden.
Kurze Strecken legt man in der Regel zu Fuß zurück, besonders in den abgelegeneren Gebieten, und einige benutzen das Fahrrad.

Grenada verfügt über mehrere Rundfunkstationen. Im Fernsehen wird eine Mischung aus einheimischen Nachrichten und Überseeprogrammen ausgestrahlt, die vorwiegend aus den Vereinigten Staaten von Amerika kommen, aber die Hauptnachrichtenquelle ist nach wie vor das Radio.
Es erscheinen mehrere Zeitungen wöchentlich.

Bildungswesen

Im Alter von sechs bis 14 Jahren besteht Schulpflicht. Die Mehrheit der Schulen wird von den Kirchen unterhalten, aber die Regierung bestimmt den Lehrplan. Die Schüler können eine Schule wählen, deren Trägerorganisation die Religionsgemeinschaft ist, der sie angehören, aber häufig wird die Wahl durch den Ruf der Schule, ihren Standort
oder andere Kriterien bestimmt. Nach Beendigung der Grundschule müssen die Kinder in Grenada für die Zulassung an die höhere Schule ein Examen ablegen.

Das nachfolgende Studium kann an der Universität in Saint George's oder an den verschiedenen technischen Zentren oder Lehrerbildungsanstalten absolviert werden.

Gesundheitswesen

Allen Einwohnern Grenadas steht ein kostenloses Gesundheitswesen zur Verfügung. In den größeren Städten gibt es Kliniken und in den kleineren ländlichen Gemeinden werden die Einwohner über so genannte medizinische Stationen versorgt. Die Mitarbeiter führen Vorsorgeuntersuchungen durch und können weniger ernsthafte Krankheiten oder Verletzungen behandeln. Schwierigere Fälle übernimmt der Arzt, der
die Patienten während seiner Visiten betreut oder sie in das Krankenhaus nach Saint George’s überweist. In Saint Andrew's und auf Carriacou Island gibt es weitere Krankenhäuser, die allerdings über weit beschränktere Mittel verfügen, als die große Hauptklinik in Saint George's. Auch Privatärzte stehen zur Verfügung. Diese können sich aber nur wenige Einwohner Grenadas finanziell leisten.

 

Landschaft und Klima

Grenada

Lage: Karibik

Benachbarte Gebiete: Die unmittelbaren
                                      Nachbarstaaten Grenadas
                                      sind Saint Vincent und die Grenadinen
                                      im Norden, Barbados im Nordwesten                                       sowie Venezuela, Trinidad
                                      und Tobago im Süden.

Fläche: 344 km²

Größenvergleich: Etwas kleiner als Bremen

Topographie

Grenada ist vulkanischen Ursprungs und gebirgig. Der höchste Gipfel ist der Mount Saint Catherine mit 840 m über dem Meeresspiegel.
Die Täler sind fruchtbar und werden meistens von starken Strömen durchflossen. Die Insel besitzt warme Quellen, verschiedene Bergseen sowie Strände.

Klima

Es herrscht ein tropisches Klima mit einer jährlichen Durchschnitts temperatur von 28 °C an der Küste. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt 1 500 mm an der Küste und über
5 000 mm im Gebirge. Die Regenzeit dauert von Juni bis Dezember.

Umweltsituation

Die Wälder von Grenada wurden zum Teil zugunsten der Landwirtschaft gerodet. Wahrscheinlich wird der zunehmende Anbau von Bananen und Muskat die Entwaldung noch erhöhen, was Probleme für den Boden in Form von Erosion mit sich bringen wird. Auch wird sich die Verschmutzung der Flüsse und das Risiko von Klimakatastrophen wie Dürre und Hochwasser erhöhen. Infolge von Ölverschmutzungen durch Tanker und wegen der Überfischung ist das Ökosystem an der Küste gefährdet. Mittlerweile sind sechs Prozent des Landes
geschützt, und der Staat hat die UN-Konvention über Artenschutz unterzeichnet.

 

Quelle: MS Weltatlas 99

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Vertrags,- und Buchungsbedingungen
 

1. Bereitstellung

Karibik 2000 verpflichtet sich die Yacht zum vereinbarten Termin und Ort aufgetankt, im sauberen Zustand und charterfertig zur Verfügung zu stellen. Kann Karibik 2000 die gecharterte Yacht oder eine gleichwertige Ersatzyacht nicht innerhalb von 24 Stunden zur Verfügung stellen, so kann der Charterer vom Vertrag zurücktreten und die bezahlten Chartergebühren zurückfordern. Geltendmachung
darüber hinausgehender Schadensersatzansprüche (insbesondere Reisekosten, Zeitausfall etc.) ist ausgeschlossen, es sei denn Karibik 2000 hat die Nichtverfügbarkeit der Yacht verschuldet.

 

2. Übergabe

Mit der Übergabe bestätigt der Charterer die Annahme der Yacht im vertragsmäßigen Zustand, deren volle Funktionsfähigkeit, Betriebsbereitschaft, Seetüchtigkeit und die Vollständigkeit des Inventars, sowie ein Einverständnis für alle Verpflichtungen, Bedingungen und Garantien. Kommt die Übergabe der Yacht nicht zum vereinbarten Zeitpunkt und Ort, aus Gründen die Karibik 2000 nicht zu verantworten hat,
zustande, so hat Karibik 2000 das Recht nach 24 Stunden die Übergabe zu wiederholen.

 

3. Versicherung

Karibik 2000 bestätigt, daß während der Charterdauer eine
Schiffskasko- und eine Haftpflichtversicherung besteht.

 

4. Kaution/Kautionsversicherung

Der Charterer entscheidet sich für eine in der Chartervereinbarung genannten Optionen. Die Kaution wird bei Deckung von Schäden verwendet, die nicht versichert sind, aber nicht mehr sind als in der Chartervereinbarung genannt.

 

5. Nutzungsbeschränkung

Der Charterer verpflichtet sich die Yacht ausschließlich zu reinen Vergnügungsfahrten für sich und seine Crew zu nutzen, keine Waren und Passagiere zu befördern, keinerlei Handel zu treiben und nicht gegen geltendes Recht zu verstoßen.

 

Nachtsegeln (Karibik und Übersee)

- in den Jungferninseln generell nicht gestattet

- in anderen Gebieten mit schriftlicher Genehmigung und dem   Nachweis entsprechender Erfahrung (mindestens zwei   Crewmitglieder).

Bei falschen Informationen über die Erfahrung im Nachtsegeln wird Karibik 2000 von jeglicher Verantwortung und allen Kosten frei gestellt. Karibik 2000 hat das Recht einen Skipper auf Kosten des Charterers zu beordern, falls die Befähigung zum Nachtsegeln aufgrund der Qualifikation nicht gegeben ist. Das Einlaufen in den Hafen muß immer bei Tageslicht erfolgen.

 

6. Reviergrenzen

Der Charterer verpflichtet sich, die in der Chartervereinbarung
genannten Reviergrenzen nicht zu verlassen. Bei Überschreitung dieser Grenzen ist der Charterer allein für die Kosten, Ausgaben oder Schäden verantwortlich und ist verpflichtet, diese Karibik 2000 zur erstatten.

 

7. Befähigung

Der Skipper hat belegt, daß er erfahren und fähig ist, Segelyachten mit Motor des gecharterten Typs und Größe zu führen. Er bestätigt genügend Erfahrung und Kenntnisse in der Seefahrt und Navigation für das Führen einer Segelyacht zu haben. Karibik 2000 behält sich das Recht vor die Tauglichkeit des Skippers/Charterers nach eigenem Ermessen zu überprüfen. Sollte der Skipper als nicht qualifiziert erachtet werden, hat Karibik 2000 das Recht auf Kosten des Charters einen Helfer zur Verfügung zu stellen. Sollte kein Helfer zur Verfügung stehen hat Karibik 2000 das Recht die Nutzung der Yacht
auf den Liegeplatz zu beschränken, bis ein Helfer zur
Verfügung steht.

 

8. Laufende Kosten

Der Charterer hat alle zusätzlichen Kosten während des Törns zu übernehmen, die nicht teil des Chartervertrags sind. Das sind
unter anderem Hafen- und Zollgebühren, ermits/Genehmigungen und Verbrauchsgüter, insbesondere Treibstoff, Öl, Wasser etc.

 

9. Übertragbarkeit

Der Charterer verpflichtet sich diesen Vertrag ohne schriftliches
Einverständnis von Karibik 2000 weder an Dritte zu übertragen, noch die Yacht unterzuvermieten.

 

10. Eventuell Regreßansprüche

Sämtliche Ansprüche aus dem Charterervertrag richten sich gegen den Vercharter/Eigener. Mängel sind sofort der Basis anzuzeigen, damit umgehend Abhilfe geschaffen werden kann. Über Vorbehalte und eventuelle Regreßansprüche ist die Basis zu informieren, und es muß eine direkte, gütliche Einigung mit der Basis versucht werden. Falls keine Einigung erreicht werden konnte, kann der Charterer innerhalb von einem Monat ab Charterende schriftlich gegenüber der Firma Karibik 2000 dieses geltend zu machen, und eine schriftliche Bescheinigung des Basisleiter über die Meldung der Mängel beizufügen. Die Ansprüche des Charterer, die nach Ablauf der Monatsfrist geltend gemacht werden, erlöschen. Der Charterer ist verpflichtet die Yacht und ihre Ausrüstung bei der Übergabe sorgfältig zu überprüfen. Von der Haftung für Mängel, die
nicht im Übergabeprotokoll festgehalten sind, ist der Charterer
ausgeschlossen. Treten während des Törns Mängel auf, die bei der Übergabe nicht vorhanden oder erkennbar waren, müßten diese vom Charterer schriftlich niedergelegt und bei der Rückgabe der Basisleitung angezeigt, und von dieser schriftlich bestätigt werden.
Lehnt der Basisleiter die Unterschriftsleistung ab, so ist der
Charterer verpflichtet die schriftlichen Mängelanzeige mit dem
Hinweis, daß der Basisleiter die Unterschrift verweigert hat,
unverzüglich an Karibik 2000 zu senden.

 

11.  Rückgabe

Der Charterer verpflichtet sich die Yacht am Ende das Charter an dem im Vertrag vereinbarten Rückgabeort, frei jeglicher Verpflichtung oder Verpfändung, und in dem Zustand der Übergabe (unter Berücksichtigung der normalen Nutzung) ordnungsgemäß einklariert, aufgetankt, sauber, mit vollständiger Ausrüstung, wie übernommen zurückzugeben. Die Verpflichtung zum Tanken und säubern vor der Rückgabe entfällt in der Karibik. Der Charterer ist verantwortlich
für die pünktliche Rückgabe der Yacht zum vereinbarten Zeitpunkt und Ort, und wird angehalten genügend Zeit für unvorhersehbare Dinge einzurechnen. Sollte der Charterer aus Gründen, die er zu vertreten hat, die Yacht nicht zum vereinbarten Ort und Termin zurückgeben können, ist er verpflichtet Karibik 2000 den anteiligen Charterpreis für den verlängerten Zeitraum und die zusätzlichen Kosten der Rückführung zum vereinbarten Rückgabeort sowie sonstige
Schäden zu ersetzen, die durch die Verspätung ausgelöst wurden.
Hierzu zählen insbesondere Charterausfallkosten des Nachcharterers, wenn dieser vom Vertrag zurücktritt oder ihm ein anderes Ersatzschiff übergeben werden muß. Die Charter endet erst mit der Ankunft der Yacht im vereinbarten Rückgabehafen.

 

12. Charter mit Skipper

Der Skipper ist für den Betrieb der Yacht verantwortlich: er steht für die technische Kontrolle des Bootes ein und ist daher für alle Schäden, die im Zuge der Ausübung seiner Tätigkeit, an den auf Bord anwesenden Personen, dem Boot selber oder Dritter, verantwortlich.
Der Mieter behält die rechtliche Aufsichtspflicht über das Boot und wird für alle von seiner Benutzung hervorgerufen Schäden zur Verantwortung gezogen (bis max. DM 520,-). Der Abschluß einer Kautionsversicherung ist obligatorisch.

 

13.  Stornobedingungen

Der Charterer kann den Chartervertrag jederzeit vor Übernahme der Yacht stornieren. Die Rücktrittserklärung muß schriftlich erfolgen. Maßgeblicher Zeitpunkt ist der Zugang der Rücktrittserklärung bei Karibik 2000. Der Charterer ist im Fall der eigenen Stornierung verpflichtet, Stornierungsgebühren nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen zu zahlen:

- bezahlt der Charter die Anzahlung oder eine der folgenden   Zahlungsratennicht, so ist Karibik 2000 berechtigt den offenen   Betrag unter Setzung einer angemessenen Frist von 10 Tagen   anzumahnen.

- zahlt der Charterer bis zum Fristablauf nicht, so wird die Nicht-
  bezahlung der vereinbarten Raten als Stornoerklärung ist   Charterers angesehen. Karibik 2000 ist dann berechtigt die   Yacht anderweitig zu verchartern, und vom Kunden die   nachfolgenden aufgelisteten Stornogebühren zu berechnen.   Erfolgt die Zahlung der letzten Rate trotz Fristsetzung und   Mahnung nicht innerhalb der Nachfrist, so erlischt die   Verpflichtung von Karibik 2000 die Yacht zur Verfügung
  zu stellen, bis der Eingang des Geldes bei Karibik 2000   verbucht ist und der Basis mitgeteilt werden konnte.

 

14. Stornogebühren

a) bis 90 Tage vor Charterbeginn: 25% des gesamten Charterpreises

b) zwischen 91 und 31 Tagen vor Charterbeginn: 50% des gesamten Charterpreises

c) 30 Tage vor Charterbeginn: 100% des gesamten Charterpreises

 

16. Änderungsgebühren

a) bis 90 Tage vor Charterbeginn: 350,--DM

b) zwischen 91 und 31 Tage vor Charterbeginn:50% des gesamten Charterpreises (bei Änderung von Revier oder Yachten oder Daten)

c) 30 Tage vor Charterbeginn:100% des gesamten Charterpreises (bei Änderung von Revier oder Yacht oder Datum). Bei Berechnung von Storno- und Änderungsgebühren nach den vorstehenden Vorschriften Ziff.12, 13, 14 bleibt es dem Charterer frei den Nachweis zu führen, daß ein geringerer Schaden, als der mit der Stornogebühr pauschal berechnete, tatsächlich entstandenen Schaden ist. In diesem Fall schuldet er nur den tatsächlich entstandenen Schaden. Karibik 2000 ist berechtigt die Yacht für den durch Stornierung frei gewordenen
Zeitraum ganz oder teilweise, gegebenenfalls auch zu einem günstigeren Charterbetrag für Last-Minute-Bucher abzugeben. Der eingehende Charterbetrag, abzüglich der für die Ersatzcharter angefallenen angefallenen Vermittlungprovision, bei den Charterkunden insoweit gutgebracht, als Karibik 2000 aus der Ersatzcharter und der Stornogebühren nicht mehr erhalten darf als 100 % des ursprünglich vereinbarten Charterbetrags.

 

17. Risiken

Der Charterer weiß, daß der eine Sportart mit den üblichen Verletzungsgefahren und Risiken betreibt. Karibik 2000 übernimmt keine Haftung für Unfälle oder Verletzungen, die bei der Ausübung dieser Sportart erfolgen können.

 

18. Zahlungsbedingungen

25% - bei Vertragsunterzeichnung innerhalb von 7 Werktagen

25% - 120 Tage vor Charterbeginn

50% - 40 Tage vor Charterbeginn

Zahlung ohne Abzug von Gebühren (z.B. Bank) oder Skonto

 

19. Preisänderungen

Der Vercharterer hält sich das Recht vor, Preise und Gebühren
jederzeit vor Betragsbestätigung zu ändern.

 

20. Leistungen Dritter

Bei allen Flugbuchungen tritt Karibik 2000 nur als Vermittler
auf. Es gelten die Beförderung-bzw. Reservierungsbedingungen
des jeweiligen Reiseunternehmens bzw. Luftverkehrsunternehmen.
Karibik 2000 haftet daher nicht für die Erbringung der vereinbarten Beförderungsleistung und deren Mängelfreiheit (Verspätungen, Stornierung, Überbuchungen etc.). Dieses gilt ebenso für alle anderen vom Kunden gewünschten Zusatzleistungen (Hotel, Transfer etc.).

 

21. Anweisungen

Der Charterer hat den Anweisungen der Basisleitung Folge zu leisten.

 

22. Dokumentationspflicht

Der Charterer hat ein ordnungsgemäßes, den seemänischen Gebräuchen entsprechendesLogbuch zu führen. Heftführung ist ausreichend. Neben den üblichen Angaben sind insbesondere Vorkommnisse wie Schäden, Havarien sowie nach der Übernahme aufgetreter oder erst erkannter Mängel aufzuführen. Der Charterer wird darauf hingewiesen, daß
Ansprüche wegen versteckter oder auftreter Mängel ausgeschlossen sind, die nicht durch ein ordnungsgemäßes Logbuch dokumentiert sind.
Der Charterer haftet dem Vercharterer/Eigener auch für alle Schäden und Folgeschäden, die von der Kaskoversicherung deshalb abgelehnt werden, weil ordnungsgemäße Logbuchaufzeichnungen für das Schadensereignis fehlen.

 

23. Haftung

Der Charterer/Eigener haftet für Verschulden oder grobe Fahrlässigkeit des Eigners. Dies gilt auch für seine Mitarbeiter oder Erfüllungsgehilfen. Im übrigen wird die Haftung des Vercharterers/Eigener und vom Karibik 2000 beschränkt auf die 3-fache Chartergebühr.

 

24. Offensichtliche Irrtümer und Rechtsfehler

Bei offensichtlichen Rechenfehler in Bezug auf den im Charter-
vertrag genannten Preis haben Charterer und Vercharterer das
Recht den Charterpreise gemäß der Preisliste, die der Buchung
zugrunde lag, zu korrigieren, ohne daß die Rechtswirksamkeit des Vertrages berührt wird. Das gleiche gilt bei offensichtlich
falschen Terminangaben.

 

25. Gerichtsstand

Die Parteien vereinbaren die Anwendung des Rechts der Bundesrepublik Deutschland. Sind einzelne Bestimmungen des Vertrages nichtig oder rechtsunwirksam, wird die Gültigkeit des Vertrages im übrigen nicht berührt. Gerichtsstand ist Augsburg.

 

 

Die Preise/Termine können ohne Ankündigung geändert werden.
Vertragsänderungen vorbehalten

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Allgemeine Schlussinformationen
 

Die Ausrüstung der Yachten

Wir sind bestrebt eine gleichmäßige Ausstattung für alle Yachten bereitzustellen, damit sie sich weltweit auf den Yachten wie zu Hause fühlen können. Bitte beachten Sie, daß aufgrund verschiedener Reviere und Yachten die Ausstattung abweichen kann. Bitte fragen Sie bei der Buchung Ihrer Yacht nach den wichtigsten Punkten der Ausstattung.

 

Freie Termine

Die Reisetermine können Sie auf der Seite -Anmeldung- entnehmen. Dort können Sie sich auch für Ihren Wunschtermin vormerken lassen.

 

Reservierungen/Optionen

Gelten immer für sieben Werktage. Innerhalb dieser Zeit
sollte die Buchung von Ihnen bestätigt, und die erste
Anzahlung geleistet werden.

 

Kaution/Kautionsversicherung

Bei der Kautionsversicherung beschränkt sich ihre Haftung im Schadensfall auf maximal 520,-- DM Selbstbeteiligung. In Übersee muß der Betrag nicht hinterlegt werden, wird aber im Schadensfall abgerechnet. Im Mittelmeer muß die Kaution vor Antritt der Charter hinterlegt werden. Wird keine Kautionsversicherung abgeschlossen, sondern eine Kaution hinterlegt, ist die maximale Selbstbeteiligung identisch mit der Höhe der Kaution. Bei einer Charter mit Skipper muß immer eine Kautionsversicherung abgeschlossen werden. Der Skipper ist für alle Fragen der Schiffsführung verantwortlich - die Haftung für die Yacht bleibt aber beim Charterer (gilt nicht für Crew-Yachten).

Karibik 2000 fährt immer mit Skipper, um Ihnen einen unbeschwerten Urlaub zu ermöglichen.

 

Check - In, Check - Out

Ein ausführlicher Check - In und Check - Out ist die Handschrift eines seriösen Charterunternehmens. Ein genauer Check - In dient nicht nur zur Überprüfung des technischen Zustandes. Sie werden auch genau darüber informiert, wo der Hebel für die manuelle Bilgenpumpe ist, daß Segelflickzeug, der Feuerlöscher, das Werkzeug, Notsignale - kurz gesagt, ein ausführlicher Check - In bedeutet für Sie Sicherheit. Beim Check - Out sollten Sie ohne Scheu alle aufgetretenen Mängel der Basis berichten.

 

Eventuelle Probleme

Mängel bei der Übernahme oder während der Charter auftretende Probleme, müssen grundsätzlich sofort beim Basisleiter gemeldet werden, damit er für Abhilfe sorgen kann. Falls die Mängel nicht zufriedenstellend behoben werden konnten, kann die Angelegenheit in vielen Fällen bei Törnende mit dem Basisleiter geregelt werden. Falls dies nicht möglich
ist, benötigen wir von Ihnen dringend ein vom Basisleiter unterschriebenes Protokoll mit der Beschreibung der Mängel. Wir bitten um Verständnis dafür, daß wir ohne diese schriftlichen Unterlagen eventuelle Regreßansprüche nicht zu Ihrer Zufriedenheit regeln können.

 

Charter in der Karibik

Hier ist der Charterbeginn nicht an feste Tage gebunden, sondern kann Ihren Flügen angepaßt werden. Charterbeginn / Charterende ist 12:00 Uhr. Die ausführliche Einweisung zu Charterbeginn findet bereits morgens um 09:00 Uhr statt. In der Regel kommen die Flüge erst am späten Nachmittag/Abend an. Für die englischen Ausgangshäfen ist es deshalb sinnvoll die erste Nacht im Hotel zu verbringen.
Die AF - Flüge zu den französischen Inseln landen meist am frühen Nachmittag. Hier ist die erste Übernachtung an Bord kein Problem (= erste Chartertag). In der Karibik müssen die Yachten nicht aufgetankt werden. Diesel, Wasser und Eis sind im Charterpreis enthalten. Für alle Wünsche oder Probleme ist in der Karibik immer der Customer Service zuständig.

 

Reiserücktrittskostenversicherung und
Auslandskrankenversicherung

Um unbeschwert reisen zu können, empfehlen wir Ihnen den Abschluß einer Reiserücktrittskosten- und Auslandskrankenversicherung.

 

Seemeilenbestätigungen

stellen wir Ihnen auf Wunsch gerne aus. Wir bitten Sie um die
entsprechenden Angaben.

 

Bordpaß

Nach vollständiger Bezahlung aller mit der Charter zusammenhängender Rechnungen, erhalten Sie von uns einen Bordpaß, der Sie bei der Schiffsübernahme als Charterberechtigten ausweist.

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